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Gefahrerhöhung in der Kaskoversicherung

Ich fand ein nette Bild eines osteuropäischen Pkw. Als Versicherungsjurist stellen sich sofort einige Fragen, z.B.

  •  Gefahrerhöhung in der Kasko-Versicherung gem. §§ 23, 26 VVG bei Benutzung eines solchen Autos ?
  • Was ist, wenn Auto dem Vater gehört, aber Auto vom Vater und Sohn gleichmäßig genutzt wird und der Sohn die Versicherungsprämie bezahlt ?
  • Was ist, wenn in den AKB die grob fahrlässige Herbeiführung des Versicherungsfalls mitversichert ist, greift dann noch Gefahrerhöhung ?

Fragen über Fragen oder: Was gibt es schöneres als Versicherungsrecht

1. Gefahrerhöhung in der Kasko-Versicherung gem. §§ 23, 26 VVG bei Benutzung eines solchen Autos ? 2. Was ist, wenn…

Posted by Lehrstuhl Sachversicherung am Institut für Versicherungswesen der TH Köln on Donnerstag, 29. Dezember 2016

 

Personenschäden als Rettungskosten ?

Unterstellt, der Mann in dem Video erleidet einen Personenschaden bei der Räumung seines Daches von Schnee:
So erstaunlich dies auf den ersten Blick auch ist. Man könnte zumindest diskutieren, dass aus einer Sachversicherung (Elementarschadenversicherung) ein Anspruch auf Schadenersatz für Personenschäden unter dem Gesichtspunkt von sog. Rettungskosten (§§ 90 VVG i.V.m. § 83 VVG) besteht. Im Ergebnis gibt es aber gleichwohl nichts, da es (jedenfalls nach der h.M.). an einem versicherten Schneedruckschaden fehlt.

https://www.facebook.com/PfuschAmBauGmbh/videos/1181893795265547/

Einbruchdiebstahl oder lex specialis für Holländer ?

Ein nettes Beispiel der Unterschiede zwischen Strafrecht und Versicherungsrecht bietet eine aktuelle Entscheidung des 1. Strafsenats des BGH: Danach liegt eine Wohnungseinbruchdiebstahl des  § 244 StGB auch vor, wenn in ein Wohnmobil eingebrochen wird und dieses vorübergehend als Unterkunft (z.B. im Urlaub) dient. In der Hausratversicherung würde aber gleichwohl kein Versicherungsschutz für die versicherte Gefahr Einbruchdiebstahl bestehen. Dort muß in den Raum eines Gebäude eingebrochen werden und die Entscheidung des BGH dürfte daran m.E. nichts ändern (vgl. LG Kleve r+s 1998, 74; OLG Frankfurt, ZfS 1984, 90, jeweils zu einem Wohnwagen).